Archiv
Kategorien

Stiller Genuß oder Der Jackpot

Wer hat noch nicht davon geträumt einen dicken, fetten, prall gefüllten Jackpot zu gewinnen? Mensch schwört und schickt währenddessen ungeniert ein Stoßgebet gen Himmel, bei allem was ihm heilig ist, dann im Falle eines Falles viel Gutes zu tun, wenn jener „da oben“ ein Einsehen mit ihm hat. Schätze mal, dass der Himmel hier schon einige Tausend Reinfälle erlebt hat.

Was würde ich tun? Zuerst einmal zugegeben gar nichts, ich würde diesen Gewinn still genießen, nichts und niemandem davon erzählen und vor allem warten bis alles in Sack und Asche ist. Aber dann, dann würde ich noch einmal still genießen. Ganz ruhig, ohne einen Ton nach außen.

Jeder kennt den Spruch: Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein. Mensch malt sich aus, was er mit dem Inhalt des Pots alles tun kann: die Kinder bekommen etwas, Tante Erna und Onkel Fritz können nun ihre langersehnte Reise nach Timbuktu machen, der Neffe sein Haus abbezahlen, der Freund dies und jene Freundin das. Man selbst gönnt sich vielleicht ein neues Auto oder ein Haus, verreist mal zum Shoppen nach New York ganz ungeniert. Ob es geschickt ist die Träume anderer Menschen gänzlich zu erfüllen, denn was, wenn sie dann keine Träume mehr haben?

Na gut, ich gebe zu den Lottojackpot nicht abgeräumt zu haben, da dieser offensichtlich an diesem Wochenende gar nicht geknackt wurde. Wird also nix mit der Reise nach Timbuktu für Tante Erna und Onkel Fritz.

Dennoch, ich habe an diesem Wochenende einen Jackpot erhalten, einen der besonderen Art, einen, den ich teilen kann, will und muss. Trotzdem, ich habe gestern von dem Moment an, da ich es wusste jede Sekunde still genossen, habe jedes Wort in mich aufgenommen, die Texte einige Male gelesen.

Es gibt da zwei Menschen, die mit einer Hingabe und Liebe Literatur leben, zelebrieren und betreiben, wie es mir noch niemals zuvor untergekommen ist. Die Mühe, die sie sich machen, das Herzblut, das sie investieren, das ist phänomenal. Über Lovelybooks.de haben wir uns getroffen, beide waren meinen Büchern gegenüber vollkommen offen: Binea und Arndt, die unter http://literatwo.wordpress.com/ ihren eigenen Blog betreiben, den zu besuchen ich nur empfehlen kann. Arndt, ich nenne ihn in Gedanken immer Mr. Rail, las das Gänseblümchen während einer für ihn privat schwierigen Zeit, jeder andere Mensch hätte da vielleicht gesagt: „Njet! Nicht jetzt!“. Er hat sich durchgebissen, wovor ich mich tief verneige. Mit Binea begann irgendwann ein reger Mailkontakt. Auf dem genannten Blog stehen sie, meine beiden Bücher als Buchvorstellung:

Gestern nun, ich habe nur eben mal kurz bei Twitter reingeschaut, da stand eine kurze Botschaft, für alle anderen eine Nachricht wie viele andere. Nicht so für mich, denn da stand zu lesen: Mr. Rail hat eine Rezension über „Gänseblümchen“ eingestellt. Ich dachte zuerst, dass ich nicht richtig gelesen habe. Doch es stimmt, da steht es doch. Also dem Link folgen und so landete ich bei der Rezension bei Lovelybooks.de. Ich habe jedes Wort in mir aufgenommen, konnte nicht verhindern, dass mir vor Rührung Tränen aufsteigen wollten.

Aber damit war es noch nicht zu Ende, sondern ging erst richtig los: danach habe ich die Rezension von Binea gelesen, ebenfalls bei Lovelybooks, hier der Link zu beiden Rezensionen: hier http://bit.ly/cDFJKb

Heute nun ist es so, dass ich meine Freude teilen kann, o.k. es ist kein Lotto-Jackpot, aber wenn ich ganz ganz ehrlich bin, so ist mir das sehr viel lieber, vom Jackpot werde ich weiter träumen. Mein ganzes Herz, meine ganze Freude gehören meinen Büchern, da kann kein Jackpot, egal woher, egal wie hoch heranreichen.

Website Pin Facebook Twitter Myspace Friendfeed Technorati del.icio.us Digg Google StumbleUpon Premium Responsive

2 Kommentare zu „Stiller Genuß oder Der Jackpot“

  • Mr. Rail says:

    Was soll ich sagen – das so zu lesen ist mehr als ich für das Gänseblümchen schreiben konnte. Viel mehr. Die Leidenschaft liegt uns wohl allen im Blut und manchmal im Leben kreuzt ein Buch den eigenen Weg, auch in Situationen, in denen es eigentlich nicht passt- und es wird doch etwas ganz Großes draus. Wie hier passiert. Ich kenne jemanden, dem das gefallen hätte – und dafür lohnt es sich, jede Zeile zu schreiben.
    Liebe Grüße
    Raily

  • Binea says:

    Denjenigen, dem das gefallen hätte, kenne ich auch. Und DANKE Gitta, mehr kann ich nicht sagen – bini ist gerührt – guckst du hier http://literatwo.wordpress.com/2010/10/18/literatwo-newsflash/

    WIR

Kommentieren