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„Wetten dass …?“

Wir alle wissen es, durch alle Medien und Gazetten, Online-Dienste und weiß ich welche Medien noch ist es gegangen: Markus Lanz hat „Wetten dass…?“ moderiert. Es wurden so unglaublich Meinungen und Stimmen dazu eingeholt, dass es fast zu viel ist darüber zu schreiben. Dennoch möchte ich ein paar wenige Sätze dazu anmerken. Dabei geht es mir weniger um die Moderation, sondern …

… um das Format selbst. An der Moderation von Markus Lanz ist nichts auszusetzen, gewohnt gut auf seine Gäste vorbereitet, in guter Laune und topfit hat sich der Moderator am Samstag Abend dem Publikum präsentiert. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Format von „Wetten dass …?“ das eigentliche Problem ist und weiß, dass ich auch zu Zeiten der Moderation Thomas Gottschalks dies schon bemängelt habe. Die Sache mit den Wetten, das ist in Ordnung, da kommt gelegentlich Witziges dabei heraus, auch sportliche Höchstleistungen, selbst wenn die Wetten verloren werden. Illustre Gäste, die sich auf der Couch tummeln, weil sie auf PR-Tour sind, auch in Ordnung. Was aber die Macher gerade jetzt versäumt haben, den wichtigen Schnitt auf Zeit zu machen.

Auf Zeit machen am Samstag und das zur besten Sendezeit. Ich bin mir zu 100% sicher, dass es nur der Tatsache zu verdanken ist, dass die Zuschauer bis zum Ende geblieben sind, weil es im ZDF keine Werbepausen gibt, denn es kam immer mal gähnende Langeweile auf, weil es nicht voran gegangen war. Kein Fehler von Markus Lanz, ein Fehler des Systems. Das Problem gab es bei Gottschalk auch, diese manchmal gähnende Langeweile, die selbst die bester Moderation nicht überbrücken kann. Es hätte gut getan das alles ein wenig zu straffen, mehr Struktur zu haben. Dass Markus Lanz sich auf einen Wettkampf mit Liegestützen einlässt, gut o.k. soll er machen, er hat das drauf, aber allein diese Sequenz war so unendlich lang bis der Freund des Freundes dann schließlich auch noch bereit gewesen war. Eine verlorene Wette, ist eine verlorene Wette, auch dann, wenn es am Ende keine 500 angemalte Menschen, sondern nur 450 sind, die das Emblem der Fortuna legen können. Das war am Ende mal noch schnell gemauschelt, nicht korrekt, geschätzt, will ich das?

Ich rufe nicht nach absetzen, das steht mir gar nicht zu, weil nicht alles, was ich mache gut ist, weil ich nicht perfekt bin, das niemand ist. Ich meine es wäre gut, sehr gut, wenn der Zeitablauf grundsätzlich straffer wäre, um zu vermeiden, dass Langeweile aufkommt. Natürlich muss man den Verantwortlichen jetzt die Chance geben daran zu arbeiten, zu gucken, was geht und auf was man verzichten kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ihnen mit diesem Moderator gelingen kann dauerhaft Zuschauer am Samstag Abend gegen die Konkurrenz zu binden und das Format zu einem kurzweiligen Event zurück zu führen.

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