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Wochenrückblick

Zum Wochenausklang einer ereignisreichen Woche eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse, die wir alle mit mehr oder weniger großem Interesse verfolgt haben, die uns peripher oder direkt betreffen, die uns beschäftigen, in Atem halten, erfreuen, aber auch mächtig geärgert haben. Ich habe meine Favoriten, ihr sicherlich auch, oder?

Das Wetter nicht zu beeinflussen, aber nicht gerade brillant, dennoch ich muss das nicht 30°C im Schatten haben. Einzig meine Zitrone könnte ein wenig mehr Wärme und Sonne vertragen.

Staatsstreich in Ägypten, die Welt hat den Atem angehalten. Was kommen wird, wir wissen es nicht, was der Teil der Bevölkerung will, der den Putsch ausgelöst hat, ist klar: Freiheit. Mursi wollte ein Präsident für alle sein, war aber im Begriff den Teil seines Volkes aufzugeben, das seine Wahl erst möglich gemacht hat. Er wiederum hatte seine Seele und letztendlich sein Versprechen, ein Präsident für alle zu sein, von Beginn an im Gegenzug für Macht verkauft. Das ging schief, das haben diejenigen, die schon einmal auf die Straße gegangen waren nicht geduldet und mit Hilfe des Militärs beendet. Wir haben ägyptische Nachbarn, sie sind Moslems und wollten das auch nicht. Sie vereinbaren unsere Lebenskultur mit ihrem Glauben und das geht.

In der Türkei ist das ziemlich ruhig geworden, oder täuscht das? Bereits am 8. Juni hatte ein Gericht Erdogans Umbaupläne für den Taksim-Platz gestoppt, was erst jetzt bekannt geworden ist. Fragt sich warum diese Provokation, dieses Machtspiel. Das sieht nicht so richtig gut aus für die Regierung dort. Oder sind das nur eine Handvoll Männer, die Machtspielchen spielen?

Abhören, ausspionieren. Wer von uns hat wirklich daran geglaubt, dass dies unter Freunden nicht geschehen würde? Wer kann so naiv sein? Nun mal im ernst Leute, wenn es passiert, dass Ehepaare, Liebespaare sich gelegentlich, natürlich nur probehalber, ausspionieren, warum nicht befreundete Länder? Wer ist so naiv anzunehmen das ist nicht der Fall? Selbst wenn es vor 2001 nicht der Fall gewesen war, was ich nicht glaube, dann hat es, so sagt man, seit 2001 eine Legitimation. Alles hat seine Grenzen, das auch. Nein, der freie Weltbürger kann und darf nicht bespitzelt werden. Nicht ohne Verdacht. Darüber sind wir uns glaube ich alle einig und mehr und mehr erfahren wir, dass sie es alle gemacht haben, die Amerikaner, die Engländer, die Franzosen und keine Ahnung wer nicht noch alles. Und wir? Wir nicht? Nicht wirklich, oder? Das ist die eine Seite, die andere ist, dass mir niemand, weder die Regierung, noch die Opposition erzählen kann, dass man das nicht wusste. Weder die Regierung, noch die Opposition und wenn sie das tatsächlich nicht wussten, dann sollten sie wenigstens geahnt haben. Alle. Alle unsere gewählten Vertreter müssen das geahnt haben. Es ist an der Zeit nicht über das zu lamentieren, was vergangen ist, sondern sich alle, ausnahmslos alle an einen Tisch zu setzen und zu gucken wie die Rechte der Menschen zu schützen sind, aber dennoch ein zweiter 11. September zu verhindern ist. Der Schutz unserer Freiheit, unserer Unantastbarkeit, unserer Grundrechte ist das, was wir daraus verlangen können, verlangen müssen.

Ein weiteres Mal wurde die Tour de France ins Rennen geschickt. Nach all dem Hickhack um gedopte Fahrer, der Überführung von Lance Armstrong, der Andeutung von Jan Ulrich, dass man mit Eigenblut ebenfalls nachgeholfen habe Leistung zu bringen, um nicht gänzlich den Anschluss an die anderen Fahrer zu verlieren, müssen wir den Tatsachen auch ins Auge blicken, dass eine derart heftige Tour, die diese Leistung von seinen Fahrern abverlangt, nicht ohne Nachhilfe der körperlichen Fitness zu leisten ist. Ist so. Der einzige Grund sich die Tour anzuschauen sind die wunderschönen Landschaftsbilder? Ansonsten wüsste ich keinen anderen.

Lisicki, Sabine Lisicki, ein Name, den man sich merken werden muss. Eine junge Tennisspielerin, die es bis ins Finale von Wimbledon geschafft hat. Mit Herz, mit Mut hat sie sich bis dorthin gekämpft und etwas, das sie enorm sympathisch macht: sie zeigt Emotion, sie vergießt Freudentränen, lächelt, ist unglaublich offen und freundlich. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob sie morgen das Finale verliert oder gewinnt, es hat sehr viel Spaß gemacht sie zu erleben. Nein, sie ist keine neue Steffi Graf, sie ist eine ganz eigene Spielerin, ganz anders als, sie ist Sabine Lisicki. Wünschen wir ihr viel Glück und drücken ihr die Daumen.

Das war mein persönlicher Wochenausklang, einer Woche, die für mich persönlich holprig und schwach, kraftlos angelaufen war. Keine Ahnung weshalb, aber man muss nicht immer nach Gründen suchen, warum etwas ist wie es ist. Ich habe rausgeschaut, vor die Tür und ich habe das Wochenende gesehen, nicht weit hinten, nein, es steht direkt davor. Lehnt Euch zurück, das Wetter wird gut und ich schätze mal wir werden uns einen netten Biergarten suchen und dort ein paar fröhliche Stunden verbringen. Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende und: Laßt es Euch gut gehen!

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