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ZDF Vegetarier und Fleischesser im Vergleich

Gestern Abend, der große Vergleich zwischen Fleischessern und Gemüsejunkies. Ein veganischer Koch und Schuhbeck haben gekocht. Ich habe es mir angeschaut und im Grunde nichts daraus gewinnen können. Nichts Neues, nichts was wir nicht schon wussten und an manchen Stellen nicht so ganz realistisch, denn wer isst zwei Mal am Tag Fleisch, was die Vergleichsgruppe Fleischesser getan hat? Ich esse Fleisch und habe keine erhöhte Cholesterinwerte, keine erhöhten Harnsäurewerte, das alles ist im grünen Bereich. Was den Vergleich auch ein wenig verfälscht hat, war die Tatsache, dass sich natürlich Werte ändern, wenn man beginnt Sport zu treiben, anstatt auf der Couch herum zu liegen.

Fangen wir von vorne an. Zwei Gruppen, Gemüseesser, Fleischesser, dazwischen diverse Berichte, gemeinsam Diskussionen Für und Wider. Schade, dass ich nicht dabei gewesen war. Gesundheitscheck vor und nach vier Wochen kompletter Umstellung der Lebensgewohnheiten, bei allen. Bezeichnend war in der Diskussion Körneresser gegen Fleischesser die Titulierung der Fleischesser, durch einen Vegetarier, als Mörder. Da frage ich mich doch glatt, ob jener Körneresser dann jeder Stechmücke einfach nur zuschaut, während diese sich an seinen Körpersäften bedient, oder wenn sich in der Küche eine Motte auf den Weg zur nächsten Körnerdose macht. „Wegen mir stirbt kein Tier!“, das geht gar nicht, denn dann dürfen diese Leute auch nicht im Sommer mit dem Auto fahren, weil da genug Tiere auf der Strecke bleiben. Oder sind das keine Tiere? Ach so ja, das Insekten, sorry. Abgesehen davon, dass es immer noch genug von allen möglichen und unmöglichen Tieren in allen möglichen Produkten gibt, von denen wir noch nicht einmal im Ansatz etwas ahnen und irgendwann wird man im Tofu Knochenmehl von Rindern finden, die das alles ein wenig strecken, ihr erinnert Euch? Pferdefleischskandal und mehr. Das wird den Vegetariern nicht erspart bleiben, so wenig ich es ihnen gönne. Irgendwo muss das Zeug ja hin, als rein in den Tofu und Füße stinken in Lederschuhen eher nicht. Aber das schlechte Gewissen schweigt an dieser Stelle, denn das Leder stammt bestimmt von den Tieren, die wegen der Lust am Fleischessen von eben solchen Tiermördern sterben mussten. Also alles in Ordnung. Eins noch, vegetarische Küche ist nur deswegen so gut, weil sie davon lebt, dass ihre Zutaten aus aller Welt zu uns transportiert werden, nicht zu vergessen die Sojaprodukte und Tofu auch, was unter Verbrauch von Treibstoff zu uns gebracht werden muss.

Das nächste Argument war die Hungersnot von einer Milliarde Menschen. Das ist schlimm, da stimme ich zu. Das liegt dann wirklich an der Massentierhaltung? Nein, Leute, wer so argumentiert, der hat die Artikel nicht zu Ende gelesen, denn an ihrem Ende heißt es: Es werden für die Weltbevölkerung ausreichend Nahrungsmittel produziert, sogar so viel um noch mehr Menschen zu ernähren, als bislang auf der Erde leben, trotz des Einsatzes eines Teils der Ernte als Futtermittel. Hier muss man den Spuren des Geldes folgen, dann wird man erkennen weshalb diese Menschen wirklich hungern müssen. Ich behaupte auch, dass Betreiber vegetarischer Restaurants nicht zwangsläufig Vegetarier sind, sein müssen, sondern hier Betreiber dabei sind, die einfach dem Markt gehorchen und Marktlücken für sich entdecken. Ich gehe auch nicht davon aus, dass die Gebrüder McDonald und ihre Familien zwangsläufig alle Fleischesser sein müssen, geschweige denn, dass sie ihre eigenen Produkte regelmäßig auf ihrem Tisch stehen haben.

In einem der Beiträge kam durch, dass die geistige Entwicklung der Menschheit wohl auf dem Genuss von tierischem Eiweiß beruht. Umkehrschluss: kommende Generationen müssten sich dann mit der Zeit geistig rückwärts entwickeln. Vegetarische Küche hat tolle Gerichte hervorgebracht, keine Frage und ich habe mir gestern, als ich in einem Buchladen gewesen war, wirklich überlegt mir ein Buch mit Rezepten zu ausschleßlich vegetarischen Gerichten zu kaufen. Nein, natürlich nicht um meine Ernährung umzustellen, sondern um leckeres Beiwerk zu meinen Fleischgerichten zu kochen, dafür ist ein solches Kochbuch immer gut. Vegetarisch zu leben ist keine Gesinnung, keine Lebensfrage, keine Philosophie, sondern eine von vielen Ernährungsformen mit Vor- und Nachteilen in den Spätfolgen, wenn man der Wissenschaft glauben schenken darf, dass die tierischen Eiweißformen für eine intelligente Entwicklung der Menschheit gesorgt haben. Die vegetarische Lebensform ist längst schon im Wirtschaftszweig der Lebensmittelindustrie angekommen, wie der vegane auch und beide werden noch ihre Skandale erleben, dessen bin ich mir sicher, dafür lockt und ich muss es nochmals wiederholen der Geruch des Geldes zu sehr auf die Spur desselben. An der Stelle darf man sich nichts vormachen. Die Industrie ist schon aus den Startlöchern heraus und der Kampf um Marktanteile hat längst schon begonnen.

Die Werte der vegetarischen Lebensgruppe waren besser als die, der zwei Mal am Tag Fleisch essenden Gruppe. Wer isst schon ständig zwei Mal am Tag Fleisch? Die sportlichen Leistungen, wie der Leistungszuwachs waren bei den Vegetariern auch besser, aber ausgesehen hat der Leistungsbeste wie Hungerleins Harke und nein danke, so wie der sportlich beste Mann der vegetarischen Gruppe möchte ich nicht aussehen und auch keinen Mann in dieser Art haben. Ich verzichte gerne und bewusst auf beides, auf derart viel Leistungsfähigkeit, die ich gar nicht brauche und hundert Jahre will ich auch nicht werden. Ich war schon immer für Qualität statt Quantität und so lange ich ausreichend fit für meinen Alltag bin, dabei Fleisch essen kann wann ich will, mir Lebensfreude nicht verkneifen muss und es mir dabei gut geht, passt das alles. Weniger Fleisch und das teurer für mehr Lebensqualität der Tiere ist dabei okay und muss sein. Laßt es Euch gut gehen.

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