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Donnerstag – Klatschtag

Der zweite Advent steht vor der Tür und der erste verkaufsoffene Sonntag. Vier könnten wir haben, wäre da nicht der Klerus gewesen, der die Meinung vertreten hat, dass es sich nicht gehört, dass wir, anstatt zur Kirche shoppen gehen und dass wir gefälligst an den Adventssonntagen besinnlich mit oder ohne Familie zu Hause zu sitzen haben. Wenn ich daran denke bekomme ich immer noch Plaque und ärgere mich darüber, dass die Kirche da eingegriffen hat. Nein, ich gehe nicht unbedingt am Adventssonntag shoppen, aber ich will es können, wenn mir danach ist und der Einzelhandel es anbieten will. Nun klatschen wir.

Die Übernachricht überhaupt kommt aus Großbritannien: Prinzessin Kate ist schwanger, bekommt ein Kind. Dass sie dabei wie ein Reiher kübeln muss und über dem royalen Klo hängt, tut  mir wirklich leid. Ich kann da nicht mitreden, mir war bei keinem meiner Kinder übel, aber ich habe mir aus erster Hand sagen lassen, dass das grausam ist. Vor allem, wenn es eine never ending story ist und bis zum sechsten oder siebten Monat anhält. Ich drücke ihr aber alle Daumen, dass das aufhört und dass es ihr bald besser geht und schmettere eine Mahlzeit hinterher!

Die „Neue Post“ erklärt unter einem Bild der Prinzessin Maxima von Holland: „Ein Baby macht ihr Glück perfekt“. Hat sie nicht schon einige Kinder? Die Gazette spricht da vom schönsten Weihnachtsgeschenk für ihren Willem-Alexander, dessen Beiname Prinz Pilsje nicht vergessen ist, aber Vergangenheit zu sein scheint. Im Ernst, ich finde, dass er sich unglaublich sympathisch entwickelt hat, seine Frau mit ihm, und beide gemeinsam diesen Weg gehen. Vor allem haben sie, wie ich eben nachgelesen habe, drei Töchter und würden auf einen Sohn hoffen. Na ja, ob das gelingen würde? Das holländische Königshaus ist sehr frauenlastig, nur in der kommenden Königsgeneration gibt es mal ein paar Jungen. Schätze mal für die Thronfolge wird das egal sein, Hauptsache es wäre gesund. Dann mal los!

Wir erinnern uns: Wir sind Papst! Ich will mal die gestrichenen Adventseinkaufssonntage beiseite lassen, also wir sind Papst und sind auch schon wieder 85 Jahre alt. Das ist schon anstrengend so alt zu sein und dann noch den Papst zu machen. Es war während des letzten Jahres, wie ich das finde, ihm sein Alter deutlich anzusehen und anzumerken. Mann was sahen wir alt aus. Er, wie jeder andere, der sich in dem Alter öffentlich präsentieren muss, tut mir dann schon leid, denn ich denke, dass das sehr anstrengend sein kann. Ich wünsche ihm eine easy Weihnachtszeit. Ich bin froh, dass mir das nicht passieren kann, dass ich in fast biblischem Alter öffentlich auftreten muss. Glaubt mir, für Euch ist das auch gut!

Hatten wir das schon, dass Vettel zum dritten Mal Weltmeister geworden ist? Nach der anfänglich doofen Saison hat er sich dann aber mächtig ins Zeug gelegt, der Junge. Gratulation! Habt ihr seine Freundin gesehen? Sie ist so was wie seine Sandkastenliebe, seine erste Liebe aus der Schulzeit oder so. Eine hübsche junge Frau ist sie. Ich wünsche beiden, dass sie mit den Füßen auf dem Boden bleiben können und dürfen. Da wünsche ich guten Tritt!

Ich wusste das immer, dass ich eine realistische Chance hätte meinen Teller leer zu bekommen. Ihr denkt jetzt bestimmt: Hallo?? Sollte kein Problem sein. Stellt Euch vor ihr seid bei einem Staatsbankett der Queen Elisabeth II eingeladen. Es soll dort so sein, dass wenn ihre Majestät die Gabel hinlegt weil sie satt ist, der Rest auch satt zu sein hat. In der „Frau im Spiegel“ ist ein Bild von einem Staatsbankett: die Queen sitzt mittig an einer riesigen, endlos scheinenden Tafel. Da ich mit Sicherheit ganz am Ende, fast außerhalb der Sichtweite sitzen würde, hätte ich noch eine kleine Weile Zeit, bis die Auswirkung des Hinlegens der königlichen Gabel bei mir ankommen würde. Das muss wie eine La-o-la-Welle sein. Das Bild in der „Frau im Spiegel“ ist einfach Klasse. Ich rede nicht von den Kosten, was so ein Bankett kostet, ich finde die Dauerkostenfrager an dieser Stelle doof, das bringt nix, das Geld bekommt man so oder so auch nicht, also können wir das lassen. Hoffe die Menschen hatten Spaß und wurden trotzdem satt.

Frau Dr. Maria Furtwängler erlebt eine neue Freiheit. Aha. Ich picke mir einen Part aus dem riesigen doppelseitige Artikel samt Bildern heraus: Sie möchte unter anderem ein Drehbuch schreiben. Egal ob das ein Buch oder ein Drehbuch wäre, mich macht das immer ein wenig wütend. Neidisch? Nein. Aber nehmen wir da mal an, da liegen bei einem Programmchef zwei Drehbücher, eins von Frau Dr. Furtwängler, der Frau von Herrn Burda und das einer unbekannten Autorin oder eines solchen Autors. Das der Nonames ist klar besser, aber welches wird wohl genommen werden? Na klar, da sind wir uns glaube ich einig. Ich finde das einfach nicht gut. Vitamin B, so nennt man das, kann und darf sein, keine Frage, aber mir geht das dann ein wenig ab, weshalb alle dann ein Buch schreiben müssen, oder ein Drehbuch wo klar ist, dass es genommen und umgesetzt werden wird und das gleich sofort und im ersten Anlauf, welches sie dann auch noch auf einer ausgedehnten Talk-Runden-Tour promoten dürfen. Es gibt so viele gute Drehbücher und Manuskripte (nein, nicht von mir), die unterwegs sind, da muss man das nicht haben. Weniger wäre manchmal mehr und das wäre gut für uns alle. Also lasst auch mal die Nonames dran.

Letzte Woche starb Larry Hagman. Vor allem die älteren Leser werden sich noch an die Fernsehserie „Dallas“ erinnern. Er war der Edel-Fiesling der Serie ohne Frage, manchmal ging einem das durchaus auf die Nerven, aber er hielt die Serie am Laufen. Er hat getrunken, Alkohol, bekam eine neue Leber, verlor seine Frau und erkrankte unheilbar an Krebs, an dem er jetzt verstorben ist. Seine Filmpartnerin Linda Grey war an seiner Seite, in der Serie mehr oder weniger, privat waren sie Freunde, als er gegangen ist, soll sie bei ihm gewesen sein. Danach habe sie sich auf ihre Ranch zurück gezogen und eine Flasche gekippt. Letzteres sagt man. Die „Freizeit Revue“ spricht von einem schweren Rückfall. In der Serie hatte sie Alkoholprobleme, im Leben nie, da hat sie meist Wasser, gelegentlich mal ein Glas Wein getrunken und ziemlich streng gelebt, was Nahrung und Genuß angeht. Ich gehe davon aus, dass sie auch keine Flasche Schnaps nach ihrer Rückkehr auf die Ranch gezogen hat. Selbst wenn, dann hoffe ich, dass es ihr bekommen ist, was ich nicht glaube, denke eher, dass sie wenn einen Mordskater hatte.

Die Rezepte für die Festtags-Torten sind da. Die „Freizeit-Revue“ offeriert Herrentorte mit Preiselbeeren, Spekulatius-Kirschtorte, Rum-Punsch-Torte u.v.m. Ich kenne das von zu Hause nicht, dass zu Weihnachten Festtagstorten gegessen wurden. Das hätte nicht gepasst, da wären wir alle geplatzt. Was es gab waren Stollen und Plätzchen und kalter Affe, die Kalorienbombe schlechthin. Das war es dann aber auch.

Ich wünsche Euch einen tollen 2. Advent, wünsche Euch ausgedehnte Bummel über die Weihnachtsmärkte oder einen Waldspaziergang mit Freunden oder der Familie, danach einen Kaffee zu Hause oder irgendwo in einem Kaffee. Es gibt so viel das man tun kann, allerdings habe ich keine Ahnung wie das Wetter werden wird. Wenn es so wie heute ist, dann steht all den Aktivitäten draußen nichts im Weg, vor allem aber: Laßt es Euch gut gehen.

 

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