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März gehört der Vorsorge gegen Darmkrebs

Der Monat März ist da und wie immer ist dieser Monat der Vorsorge gegen Darmkrebs gewidmet. Krebs. Immer noch ein Schreckgespenst für viele Menschen. Eins, das Leid und Schmerzen bringt, das eine Behandlung mit sich bringt, die nur schwer zu ertragen ist, vor allem, wenn man noch jung ist. Vor allem kommt diese Krankheit schleichend, ohne sich anzukündigen, ist sie zack! da. Es gibt derzeit nur eine Chance dem zu entgehen und das ist die rechtzeitige Vorsorge.

Der Darm ist ein Organ, das, wenn es erkrankt ist, sich durch vielerlei Symptome auszeichnet. Man spricht nicht gerne darüber und schon gar nicht wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt. Wer möchte, während er sein Essen beim Italiener genießt schon vom Nachbartisch hören, dass der Mensch da mit Verstopfung oder gar Durchfällen und Flatulenzen geplagt ist? Also verschweigt man das und häufig vergeht wertvolle Zeit, bis Betroffene sich ihren Ärzten anvertrauen. Man sucht nach Ursachen und einmalige Begebenheiten ignoriert man dann sehr gerne.

Mein Vater hatte Darmkrebs, aber er hatte damals eine Menge Glück dabei. Bemerkt hat er es recht spät, aber trotzdem musste er keine Chemo haben. Meine Eltern waren damals zu Besuch bei uns und er klagte, was in sich schon ein Wunder gewesen war, über Verdauungsprobleme und so arrangierte ich von Berlin aus, dass er einen schnellen Termin zu Hause bekommen hat. Meine Schwester dagegen hatte dieses Glück nicht, dass da etwas ist, das nicht hingehört, war es bereits zu spät gewesen und sie hatte kaum mehr Zeit alles zu regeln. Sie hatte nur wenig Beschwerden, wenn überhaupt, und hat den Tumor beim Duschen gefühlt. Das war grausam, aber vermeidbar.

Ich selbst gehe regelmäßig zur Koloskopie, okay ziemlich regelmäßig, gelegentlich schiebe ich das auch mal ein paar Wochen, zumal die Vorbereitung zur Koloskopie blöder ist, als die Spiegelung selbst. Es ist gut, dass ich das mache, denn gefährdet bin ich auch, obwohl es genmäßig bislang keinen genetischen Nachweis hierfür gibt. Man bedenke, dass noch nicht alle Gene vollständig entschlüsselt sind.

Jeden kann es, unabhängig vom Alter, treffen, auch, wenn ältere Menschen eher betroffen sind. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Altersgrenze Betroffener immer mehr nach unten geht. Was ich aber ziemlich sportlich finde, ist das, wenn eine Ärztin sagt, dass man, obwohl es Betroffene in der Ahnengalerie bis zu den Urgroßeltern gibt, dann kommen soll, wenn es Beschwerden gibt und so eine vorsorgliche Koloskopie ablehnt. Das ist deutlich vermessen, würde ich sagen, denn dann kann es bereits zu spät sein. Wenn es in einer Familie gehäuft Fälle an Darmkrebserkrankungen gibt, die dann auch noch immer früher im Lebensalter der Betroffenen auftreten, dann sollte man sich eine Koloskopie antun und einen Gastroenterologen oder eine Gastroenterologin aufsuchen und sich dort beraten lassen. Ich glaube, die Gastroenterologen haben ausreichend zu tun, man wartet drei bis vier Monate mitunter auf einen Termin, und zwingen nicht jeden gleich zu seinem Glück. Vorsorge ist in jedem Fall besser, als sich eine Chemotherapie antun zu müssen. Viele Informationen hierzu gibt es auf den Seiten der Felix-Burda-Stiftung.

Apropos, was mir unverständlich ist, da fliegt die Menschheit zum Mond und die Vorbereitung zur Darmspiegelung ist schlicht und ergreifend eklig und egal wie viel Geschmack die Pharmafirmen da reinwerfen, das Zeug ist und bleibt salzig, wer trinkt schon gesalzenen Orangen- oder Zitronensaft? Sie, die Pharmaunternehmen schaffen es einfach nicht, das Medikament auf ein Minimum an Einnahmemenge zusammenreduzieren. Ekelhaft. Daran kann ich mich wohl nie gewöhnen. Aber was solls, es geht immer vorbei, ich bekomme das immer irgendwie geregelt, zumal ich auch eine tolle Ärztin habe.

Ich lege Euch Eure Gesundheit ans Herz, geht zur Vorsorge, vor allem auch dann, wenn es bereits betroffene in der Familie gibt. Bei meiner Familie ist das so, auch dann, wenn es (noch) keinen genetischen Beweis gibt, so sehe ich, dass Erkrankte von Generation zu Generation beim ersten Auftreten der Erkrankung jünger sind, als die Generation davor gewesen war. Ich hätte ohne die vorsorglichen Koloskopien mit Sicherheit inzwischen längst schon ein Darmkarzinom entwickelt. Das ist so sicher wie das Armen in der Kirche und daran sollten meine Kinder bitte auch denken.

Ich wünsche Euch für das nächste Jahr eine gesunde Zeit, bleibt mir gewogen und: Laßt es Euch gut gehen!

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