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Die BZ schreibt heute, dass ein Gericht bestätigt hat, dass Hartz IV-Empfänger kein Lotto spielen und keine Sportwetten abgeben dürfen. Mitarbeiter von Lottoannahmestellen dürfen den Menschen, von denen sie wissen, dass sie Harzt IV-Empfänger sind keine Schielscheine verkaufen.  Da frage ich mich ob im Umkehrschluss die Mitarbeiter dieser Annahmestellen, wenn sie es denn tun in Pflicht genommen werden können.

Bitte richtig lesen: wenn der Mitarbeiter einer Lottoannahmestelle von einem Kunden weiß, dass dieser Harzt IV Empfänger ist, dann darf er ihm keinen Schein verkaufen. Na ja wäre ich Harzt IV Empfänger würde ich eben in die Annahmestelle nebenan gehen. Unter diesem Aspekt ist das Urteil bescheuert, unter dem Aspekt, dass die Allgemeinheit die HartzIV Kosten trägt nicht.

Ich frage mich aber dann auch, wenn nun ein Hartz IV Empfänger den Volltreffer schlechthin gelandet hat, gehört dieser Gewinn dann nicht der Allgemeinheit und muss in den Topf zurück fließen? Das wäre dann natürlich ausgesprochenes Pech. Da hast Du dann den Volltreffer und der Staat sagt: „Moment! Da das Geld aus dem allgemeinen Topf kommt in den Du zwar irgendwann mal einbezahlt hast, muss der Gewinn aus einem solchen Schein, den Du mit dem Geld aus diesem Topf bezahlt hast, dort wieder hineinfließen.“ Wundert mich schon, dass die Richter dies nicht gleich mit formuliert haben.

Ein ganz anderes Thema, das mir die letzte Woche vor der Hochzeit in London über den Weg lief: Geheime Verträge. Schon mal aufgefallen, dass es geheime Verträge nicht gibt? Oder doch? Weil die Öffentlichkeit nur mit dem gefüttert wird, was sie ohnehin jedem klar sein dürfte? Da stand zu lesen, dass – damals noch Miss Middleton – Kate einen Ehevertrag unterschreiben musste, der dies und das zum Inhalt hat. Woher wissen die Journalisten das, wenn es ein „geheimer Ehevertrag“ ist. Ganz einfach, das ist a. logisch, dass sie das tun muss und b. erfahren die Journalisten nur das, was man sich ohnehin schon denken kann, vor allem dann, wenn man in die Vergangenheit schaut. Das ist bei allen geheimen Papieren so: sie alle haben Passagen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Irgendwie fühle ich mich da manchmal für dumm verkauft. Mit Sicherheit ist es mitunter wichtig geheime Dokumente öffentlich zu machen und zwar dann, wenn es uns alle betrifft, wenn es gilt den Versuch der Mauschelei gegen die Menschen, gegen das Volk aufzudecken oder zu verhindern. Aber private Absprachen zwischen zwei Menschen, egal wie sehr sie auch in der Öffentlichkeit stehen mögen, müssen privat sein und bleiben.

Die Bild-Zeitung fragt heute auf der zweiten Seite weshalb Obama kein Bild von getöteten Osama zeigt und druckt die Bilder von drei getöteten Leibwächtern ab. Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich diese Bilder auch nicht haben. Ich muss mir keine Bilder von getöteten Menschen anschauen, egal wer sie sind. So prickelnd ist deren Anblick auch wieder nicht. Muss diese Art der Beweisführung wirklich sein? Muss ein Triumph so und auf diese Art wirklich ausgekostet werden? Reicht es nicht wirklich, dass wir die Meldung über den Tod von Osama erhalten haben? Ich bin mir ohnehin sicher, dass irgendwann im Internet Videoteile von diesem Einsatz auftauchen werden und sage dazu: Nein, nein, drei Mal nein. Lasst das sein. Er, Osama hat genug Bilder des Grauens und sehr viel Leid verusacht, es ist einfach genug!

 

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