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Video bei Youtube

Es ist schon eine Weile her, ein paar Monate mindestens, da hatte ich die Idee begleitend zu meinem Buch „Gänseblümchen“ bei Youtube ein paar Bilder einzustellen. So einfach stumm einstellen ist nicht, sondern ich habe einen Text vorentworfen, den Raoul Hagen dann besprochen hat. Na ja genau genommen habe ich ihm die Bilder und einen groben Text geschickt und er hat dann den Rest gemacht. Ein toller Eintrag bei Youtube.

Mein Sohn Andreas um den es sowohl im Gänseblümchen als auch bei Youtube, hier der Link zu dem Video http://bit.ly/ts3hta geht, war am Dravet-Syndrom erkrankt. Viele Kinder mit dieser Erkrankung gibt es nicht, aber genug, dass sich Eltern zusammenfinden. Kinder mit dieser Krankheit haben ein Handicap. Andreas hatte dies auch, sowohl geistig, als auch körperlich. Sie sind in jungen Jahren deutlich unruhig, fordern von ihren Eltern alles ab. Absolut alles. Es ist sehr anstrengend ein Kind zu haben, das ein Dravet-Syndrom hat. Natürlich ist es immer anstrengend ein außergewöhnliches Kind zu haben, wie es immer anstrengend ist ein Familienmitglied zu pflegen und zu betreuen. Im letzten Jahr wollte ich vor den Eltern mit Dravetkindern aus dem Gänseblümchen lesen, habe das aber nicht gemacht, sondern das was ich im Buch festgehalten habe erzählt, habe nicht gelesen, denn all die Eltern, die da vor mir saßen, kennen den Klinikalltag, die Probleme verreisen zu wollen, Probleme den Alltag zu bewältigen. Also habe ich erzählt, Fragen so gut es ging beantwortet, auch dazu wie Andreas zu einem Sternenkind geworden war.

Zurück zu unserem kleinen Video. Es hatte noch nicht so brennend viele Besucher. Macht nix, denn ich habe das für mich gemacht und ab und an, wenn mir danach ist schaue ich es mir an und es erfüllt mich mit Zufriedenheit, wenn ich ihn so glücklich sehe. Gestern Abend, als ich, bevor ich den Laptop herunter gefahren habe, och mal eben bei Faceebook vorbeigegangen bin, da habe ich gesehen, dass wir Besuch bei Youtube hatten. Betroffene Eltern aus der Lesung letztes Jahr waren da gewesen und es scheint, dass ihnen gefallen hat, was sie gesehen haben. Ich war und bin gerührt von ihren Worten.

Ich denke oft an diese Eltern, deren Kinder an dem Syndrom erkrankt sind. Wie schwierig das ist den Alltag zu leben, auch wenn man es so nicht empfindet so lange man darin fest eingebunden ist. Egal, ob das nun ein Kind, ein Mensch ist, der wie Andreas es war, erkrankt ist, oder ob es andere Krankheiten und andere Familienangehörigen sind. Wichtig ist der Freiraum, den man sich selbst schaffen muss. Abschalten, rausgehen, etwas für den Körper und die Seele tun. Nur so kann man den Alltag generell und wenn man pflegt und betreut im Speziellen tun.

Achtet auf Euch, trefft Euch mit Euren Freunden, Dienstag ist ein guter Tag dafür, treibt Sport, geht Spazieren, schaltet ab, lasst die Seele baumeln. In diesem Sinn und trotz allem habt alle einen guten Tag und lasst es Euch gut gehen.

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