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Artikel-Schlagworte: „Merz“

Parteitag

Jetzt mal Butter bei die Fische. Zugegeben und daraus mache ich keinen Hehl, ich kann Friedrich Merz nicht ausstehen und abgesehen davon halte ich ihn nicht für geeignet die Partei zu führen, geschweige denn das Land. Wohlbemerkt das ist meine Meinung.

Merz machte die Flatter als er bemerkt hatte, dass er Angela Merkel nicht über den Leisten kann, dass das Anden Konzept nicht aufging. Ich bin eine Frau und als solche muss ich feststellen, dass er nicht unter einer Frau arbeiten möchte, stattdessen Leine zieht. Daraus ergibt sich dann die Aussichten für Frauen in der CDU, auch wenn er eine Generalsekretärin bestellen möchte. Eine Alibi-Frau sozusagen.

Merz ging in die Finanzindustrie, kein Problem, gute Idee, gute Entscheidung, ich gehe davon aus, dass ihm diese Tür immer noch offen steht, soll er doch besser heute als morgen hindurchgehen. Da ist er auf jeden Fall besser aufgehoben als in der Politik.

Merz ist von gestern, sorry, aber das alleine zeigt schon seine Haltung einem schwulen Kanzler gegenüber, den er gewährenlassen könnte, sofern dieser Kinder in Ruhe lasse. Das ist gestern. Das entspringt seinen Gedanken zur Werteunion. Die Gesellschaft braucht Werte, ja, aber nicht jene von gestern, sondern angepasst an die Zeit reformierte. Ich kann es nicht ändern, aber ich sehe Merz im Zusammenhang mit der von ihm definierten Werte, auch wenn er sie wohl zum Teil zu Beginn dieses Jahres zurückgenommen hat, im Jahre 1965 als Frauen noch den Herd zu hüten hatten und Männer in der Form über sie bestimmen konnten, als dass sie einfach mal ihren Job kündigen und über ihr Bankkonto herrschen konnten. Das will ich nicht, nicht für meine Töchter, nicht für meine Enkeltöchter.

Es ist ein reines Bauchgefühl, das mir sagt, dass er einfach nicht Kanzler kann. Nun aber weint er erneut, erklärt, dass große Teile des Präsidiums gegen ihn sind, weil sie gerade absolut nicht daran denken, den CDU-Parteitag weder real noch virtuell durchzuführen. Es fehlt ihm das Feingefühl für die Bevölkerung, was er bereits mehrfach bewiesen hat, die keinen Bock auf solch unsinnige Diskussionen hat. Corona spricht gerade dagegen und Punkt. Ich weiß nicht, weshalb man darüber lamentieren muss. Wie gesagt er kann nicht Kanzler und sollte darüber nachdenken, ob er nicht gänzlich verzichtet, wenn er das Gefühl hat, dass man ihn nicht mag. Besser jetzt als später.

Es gab und gibt keinen anderen Weg, als diesen Parteitag in das Jahr 2021 zu schieben, ob ihm das passt oder nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich bereits ausgemalt hat, wie es sich anfühlen wird, wenn er der CDU-Chef ist und die Kanzlerin immer noch Merkel heißt. Mädel halt, das den Moment der Rache gerne lange auskosten würde. Vielleicht ist das gut, wenn in dieser Phase der Pandemie keine außerirdischen Störungen beleidigter Ehemaliger stattfinden. So ist er noch außen vor und das ist gut so und mit etwas Glück bleibt er auch dort und geht zurück in die Finanzwelt.


Wenn man sich so die Parteiführungen ganz allgemein anschaut, dann gibt es nirgendwo die Hammerleute. Scheint ein undankbarer Job zu sein, wenn ich mir die beiden Alka Seltzer der SPD anschaue, oder Lindner, der meiner Meinung längst schon seinen Zenit überschritten hat und die FDP immer weiter hinab führt, das gemischte Duo der Grünen, die nicht aus dem Knick kommen zu erklären, wer nun Kanzlerkandidat ist und wer nicht, sich wohl eher nicht trauen, eine Frau zu benennen, die Linken, die sich ablösen lassen und nein die AfD spielt in meinen Gedanken keine Rolle. Vielleicht ist das gut, dass der Parteitag nicht stattfinden kann. Wer weiß, vielleicht kommt ja noch der Kandidat oder die Kandidatin, die diese Partei sicher in eine neue Zukunft führen kann.

Ich wünsche Euch eine geniale Woche: Laßt es Euch gut gehen!

Zahl R und Klatsch und Tratsch

So langsam wird das Virus langweilig, oder sehe ich das falsch. Vor allem die Tatsachte, dass wir mir Zahlen konfrontiert werden, die kaum jemand nachvollziehen kann. Was ich an den meisten Zeitungen, die Zahlen anbieten, bemängle ist die Tatsache, dass häufig die Anzahle der Genesenen gar nicht erst erwähnt werden.

Ich mache mal ein Rechenbeispiel:

Die Zahlen von gestern für Berlin:

Infizierte:  5.738

Genesene: 4730

Verstorbene: 137

Das sind Fakten Dann noch eine Zahl: Im Wochenmittel haben sich 56,7 Personen neu infiziert.

Soweit so gut. Wie wir gelernt haben, geht es darum Kontaktpersonen um den Infizierten, die Infizierte herum ausmachen zu können und das, wenn möglich lückenlos.

Je weniger Infizierte, desto besser, darüber sind wir uns alle im Klaren. So nun sind gerade in Berlin verhältnismäßig viele Bewohner in Senioreneinrichtungen infiziert, das wird in anderen Bundesländern nicht anders sein. Zu bemerken ist, dass die Bewohner in der Hauptsache nur durch die Mitarbeiter der Einrichtungen infiziert worden sein können, da die meisten Einrichtungen seit langer Zeit schon für Besucher geschlossen wurden, was meiner Meinung nach, eine nicht nachvollziehbare Härte für die Bewohner darstellt. Zumal wie jetzt bewiesen, die Infizierungen nicht zu verhindern waren. Aus mangelnder Hygiene, oder fehlender Schutzkleidung, keine Ahnung. Es gilt, dass auch Mitarbeiter von Senioreneinrichtungen besonders geschützt werden müssen, daran besteht kein Zweifel, auch Physiotherapeuten sollten peinlich genau sich selbst und andere schützen.

Es gibt auch Häftlinge, die keinen Freigang haben und die infiziert wurden, zum Beispiel durch das Personal, vielleicht durch Mitgefangene im offenen Strafvollzug, sofern sie in einem einzigen Gefängnis einsitzen.

R ist gleich die Zahl, die ansagt, dass ein Mensch einen, oder 0,7 oder 0,9 andere Menschen ansteckt. So nun mal ich: Müsste man eigentlich jene, die niemanden anstecken können aus dieser Rechnung herausnehmen, oder sind die gar nicht in der Rechnung drin.  

Müsste man eigentlich nicht jene Infizierte, die in stationären Einrichtungen sind, also im Krankenhaus, in Senioreneinrichtungen, Gefängnissen nicht aus der Rechnung herausnehmen? Sie können da draußen, wo wir anderen alle sind, keinen Schaden mehr anrichten, oder sehe ich das falsch und sie werden gar nicht berechnet?

Nehmen wir das Wochenmittel von 56,7, mal sieben, sofern sieben Wochentage zugrunde liegen, wobei ich dem Senat. Wenn hier Neuinfektionen aus Wohnheimen und Gefängnissen abgezogen werden, weil diese Infektionswege gleich nachvollziehbar sind, so würde das meiner Meinung nach auch Auswirkungen auf den Faktor R haben, weil Bewohner dieser Einrichtungen draußen eher nicht unterwegs sind. So wie man dieses Bereich etwas aus den Augen verloren hatte, muss man sie nun, bezogen auf Tests im Augen behalten, aber beim R-Faktor spielen sie eher keine Rolle, es sei denn, dass ein Betreuer durch einen Bewohner infiziert wird. Aber siehe oben, es sind eher Betreuer und Therapeuten, die Infektionen in die Einrichtungen tragen. Da fällt mir dann auch noch die Bergmann-Klinik in Potsdam.

Stellen Menschen, die nicht mobil sind, nicht ein kleineres Problem dar, andere zu infizieren? Es geht nicht darum diese Menschen zu diskriminieren, sie sollen und müssen alles an Behandlung haben, das für sie möglich und ertragbar ist, es geht darum zu sagen, dass sie einen festen Personenkreis um sich herum haben und, wenn dann ihre momentanen Berührungspunkte mit anderen Menschen ihre Betreuungs- und Pflegepersonen sind, dann ist das nicht schwer nachzuvollziehen. Bedenken wir, dass seit Wochen ein Besuchsverbot in den Einrichtungen gilt.  

Wir sind jetzt aber an einem Punkt, da wir als Bevölkerung gelernt haben mit der Situation umzugehen, Hygieneregeln einzuhalten, usw. Seine Angehörigen nicht besuchen zu dürfen, stellt sowohl für die Besuchenden, als auch jene meist hochaltrigen Angehörigen eine seelische Grausamkeit dar, die nicht länger aufrecht zu erhalten ist, es sei denn, dass das Haus unter Quarantäne steht.

Jetzt noch ein wenig Klatsch:

Nein, ich schließe mich weder Herrn Schäuble, noch Herrn Merz an und unterschreibe sofort, dass jeder Mensch ein Recht auf Behandlung hat und wenn es darum geht eine bestimmte Bevölkerungsgruppe der Bundesrepublik Deutschland geschützt werden muss, dann ist das so. Unsere Ärzte sind zum Glück von einer Triage verschont geblieben. Das soll so auch bleiben.

Dann muss ich, ich kann nicht anders, auf Bemerkungen des Tübinger Obs Palmer eingehen: Er möchte gerne, ich drücke das übertrieben aus, die Risikogruppe und die alten und hochaltrigen Menschen am liebsten separieren, um nicht wegsperren zu sagen. Der Punkt an der Sache ist der, dass ich mich nicht wegsperren lassen würde, wenn mir jede Einsicht dafür fehlt. Das kommt der, wie oben beschrieben, seelischen Grausamkeit gleich und stellt für mich eine schwerwiegende Körperverletzung dar. Es sei ihm noch etwas gesagt: Um das BIP anzukurbeln, reicht es nicht aus, dass allein die Erwerbstätigen, die dann da draußen herumlaufen und auch arbeiten können hierzulande Waren kaufen. Wenn wir uns, also jene aus der genannten, zu isolierenden Gruppe, konsumverweigern, dann läuft das nicht, auch nicht das BIP, darüber sollte er sich klar sein. Erst denken, dann reden.

Wir haben immer noch ein eingeschränkte Kontaktbestimmungen, sie sollen bis 10. Mai verlängert werden. Herrgott, macht darum nicht so einen Aufriss wir haben uns daran gewöhnt und werden es dort lockern, wo wir selbst das zulassen können. Wir sind alle erwachsen, okay bis auf jene, die ohne Abstand Grillfest veranstalten, nach dem Motto „was kann uns schon passieren?“ Vielleicht hilft ihnen einen Blick auf die Britische Insel, der PM dort dachte das auch. Von dieser Annahme ist er jedenfalls kuriert.

Vielleicht hilft die App, die dann irgendwann mal kommen wird. Aber bitte Herr Bundesminister Spahn, das ist das Äußerste, das ich zulassen werde, auf keinen Fall lade ich mir eine weitere App herunter, die im Falle einer angeordneten Quarantäne wirksam werden würde, auch wenn ich weiß, dass es Spezialisten gibt, die glauben sich an keine Auflagen halten zu müssen. Die dürfen Sie gerne behalten. Wenn wir Ihren Maßnahmen, den Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen vertrauen sollen, dann müssen Sie uns vertrauen können. Die App, die Sie entwickeln lassen, und die mir sagt, dass ich in einem Pulk von infizierten Menschen bin, ist mehr als der Staat von mir erwarten kann. Im Übrigen kann man sein Handy ja auch einfach zu Hause lassen. Nebenbei bemerkt.

Herr Kekulé, ich fände es in Ordnung, wenn sie etwas positiver wären und nicht einfach etwas in den Ring werfen würden, das rein hypothetisch und nicht belegbar ist. Ich glaube nicht, dass es noch drei Jahre brauchen wird, bis es einen Impfstoff ist. Da ist eine Menge in Bewegung und ich setze darauf, dass wir im kommenden Winter, spätestens im Frühjahr 2021 mit der Massenproduktion des Impfstoffes beginnen werden. Okay, vielleicht sind sie ja ein Dauerpessimist, oder glauben uns irgendwie vor Enttäuschungen bewahren zu müssen. Müssen Sie nicht, wir woppen das.

Da kommt plötzlich Friedrich Merz wieder um die Ecke, zeigt sich. Immerhin will er sich um die den Vorsitz in der CDU bewerben. Okay, soll er und nachdem Laschet sich ein Eigentor nach dem anderen gerade schießt, steigen Merz‘ Chancen. Aber Hand aufs Herz, ihn als Kanzler? In meiner Vorstellung sehe ich ihn stets davonlaufen, wenn es schwierig wird. Hatten wir schon mal, nachdem er gegen Merkel verloren hat, war er schlagartig abgetaucht. Auf jeden Fall sagt er, dass die Stimmung im Volk zu kippen droht. Ne, das glaube ich nicht unbedingt. So lange Klarheit besteht und alles weitestgehend nachvollziehbar ist, läuft das. Wenn wir schon bei der Kanzlerkandidatur sind, da fallen mir dann doch durchaus andere Menschen ein, denen ich mehr zutraue unser Land zu führen, als Laschet, Merz und Röttger zusammen.

Umfragewerte:

Ich wundere mich nicht, dass die CDU gerade zulegt, aber ich wundere mich schon, dass die SPD so gar nicht profitieren kann. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann wundert mich das bei dem Führungsduo überhaupt nicht. Ernsthaft nicht. Selbst der schlechteste Einzelkämpfer/in, die zuvor an der Spitze der SPD gestanden haben, kann man nicht gerade behaupten, dass diese Partei ihr Traumduo gefunden haben. Ganz im Ernst, das ist der schlimmste Fehlgriff, den die Partei jemals gewählt hat. Wer hat sie protegiert? Ah ja, der politische Nachwuchs, der noch in seinem Leben etwas zu Ende geführt hat: doch ich glaube er hat Abitur gemacht, aber sein Studium hat er abgebrochen und wohl noch nie ernsthaft gearbeitet und das bei dieser Partei. Es wundert mich einfach nicht.

Liebe Frau Weidel, ich gestehe, ich fände es in Ordnung, wenn Sie und ihre Mitstreiter einfach wieder aus dem Bundestag verschwinden und von draußen aus, dann auch einfach in der Versenkung. Denn, wenn jemand nicht über den Tellerrand hinausschaut und das, Zitat: „AfD-Politikerin Alice Weidel hat Bund und Länder aufgefordert, den Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen zügiger voranzutreiben. Ansonsten drohe eine Wirtschaftskrise historischen Ausmaßes.“ Einfach hinausplappert, ohne nachzudenken, der weiß nicht, dass mein Land, ob es das Ihre ist wage ich zu bezweifeln, vom Export abhängt. Wir können den Shutdown so oft zurücknehmen wie wir wollen, wenn kein anderes Land auf dieser Erde gerade unsere Produkte braucht, können wir uns damit auch Zeit lassen. Erst denken, dann reden.

So damit will es für heute belassen, ein paar Gedanken zu dieser Zeit, ein wenig Klatsch und Tratsch und damit wünsche ich Euch ein schönes, verlängertes Wochenende. Man kann auch zu zweit in den Mai tanzen, leider fällt das Besenreiten heute Nacht aus, man kann sich auch mental treffen.

Passt auf Euch auf! Bleibt gesund und: Laßt es Euch gut gehen!

2020

Da ist es dann auch, das Jahr 2020, in den Kinderschuhen noch, aber dafür mit großen Schritten und fragwürdigen Ereignissen unterwegs. Zuerst wünsche ich allen ein gesundes Jahr, ein erfolgreiches Jahr, ein Hammerjahr. Ich wünsche all jenen, denen ich letztes Jahr nicht zum Geburtstag gratuliert habe, nachträglich alles Gute, ich hoffe ihr hattet alle ein tolles Jahr.

Das Jahr 2019 war schon ein besonderes Jahr. Wir lernten Greta kennen. Nein, ich leugne nicht, dass wir alle etwas für die Erde tun müssen, dass es ihr besser gehen wird, aber eins wird meine Generation, werde ich ganz sicher eins nicht tun: vor ihr und ihrer Generation zu Kreuze kriechen. Das hätte sie gerne, das fällt mir im Traum nicht ein, wie sehr auch immer die ältere Generation über „satirische“ Lieder verunglimpft werden wird. Ich kann darüber nur lachen, wir alle werden das sanft belächeln, weil sie jung ist und wir alt sind. Das „Seite an Seite“ mit den Jungen für ein besseres Klima zu kämpfen, hat Risse bekommen. Mit unseren Kindern und Enkelkindern kämpfen wir, aber sicher nicht, wenn Greta dabei ist und jene, die glauben besonders lustig zu sein, wenn sie sagen, dass man sich von der Generation Oma nichts sagen lassen soll, da die eh bald sterben. Mitnichten tun wir das und wir sind viele, sehr viele. 

Was mir persönlich in der ganzen Diskussion fehlt, ist die Innovation, ist das Suchen nach realen, umsetzbaren Lösungen, ist der Ruf nach Forschung, nach innovativen Techniken, nach Kernkraftwerken, damit man die Braunkohlekraftwerke abschalten kann, denn Wind- und Wasserkraft alleine schafft es nicht alle Technik wie Handy, I-pads und Laptops der Jungen zu produzieren und am Laufen zu halten und allen technischen Schnickschnack, einschließlich der Elektroautos, die Waschmaschinen und E-Herde nicht zu vergessen, auch nicht die Fahrstühle, die Menschen nach oben in ihre Wohnungen bringen. Nur mit demonstrieren alleine, geht gar nichts, kommen wir auch nicht voran. Wir brauchen den Fortschritt, brauchen die Innovation. Wir brauchen jene, die lernen, die studieren, die Schulpflicht ernst nehmen, um voran zu kommen, um das Rad der Energie, der Umwelt neu zu erfinden, nicht die, die laufend auf der Straße herum hängen.

Das Jahr 2019 gehörte unserer Erde, das Jahr 2020 scheinbar den kriegerischen Konflikten, die gerade am Leben erhalten werden, indem sie befeuert werden. Auch nicht klimadienlich. Machen wir uns nichts vor, vielleicht haben wir uns zu lange auf dem Erreichten ausgeruht, sind nur durch Manipulation von Software vorangekommen. Autofreie Innenstädte, ja sicher, die gibt es in sehr vielen Städten. Manche überleben, andere werden wieder niedergemacht, durch den Bau großer Einkaufszentren gleich nebenan. Was nutzt die schönste autofreie Innenstadt, wenn Mensch dort nicht das bekommt, was er gerne hätte, weil Läden der Einkaufszentren schließen müssen und machen wir uns nichts vor, stiegen wir alle auf öffentliche Verkehrsmittel um, dann hätten wir auch hier den Kollaps. Und,  machen wir uns nichts vor, wenn es uns an den Geldbeutel geht, dann machen wir alle nicht mehr mit.

Bemerken möchte ich noch eins. Die Abschaffung der Pendlerpauschale ist ein Schlag ins Gesicht derer, die in konjunkturell schlechten Zeiten sich eine Arbeitsstelle weiter entfernt suchen mussten und sie gefunden haben und nun pendeln. Häufig sind ganze Familien betroffen, in denen beide arbeiten müssen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen, und es ist ein weiterer Schlag ins Gesicht derer, die der hohen Mieten wegen an den Stadtrand und weiter darüber hinaus gedrängt worden sind, die da inzwischen Fuß gefasst haben. Sollen sie wieder näher zu ihren Arbeitsstätten ziehen? Ja sicher, aber das bedeutet wiederum, dass sich einer einen neuen Job suchen muss, einen möglicherweise sichern aufgeben muss. Kann man das verlangen? Schwierige Entscheidungen sind das.

Graue Aussichten, oder? Irgendwie schon. Ich kenne kein Patentrezept, niemand kennt das.

Persönlich lief 2019 bei mir nicht so, der Beginn war noch gut, aber die letzten Monate gar nicht mehr so. Es kann jedem Menschen passieren, dass er durch Lebensumstände ab in den Keller geschickt wird, dass die Kreativität zum Teufel geht und man anstatt mit Schreiben seine Zeit mit Recherche und Terminen verbringt, die man nicht haben möchte. Es ist nicht die Schreibblockade, die mich ereilt hat, sondern die Leere in mir, die mich gehindert hat, an meinen Manuskripten weiter zu schreiben. Ich hoffe, dass sich das in der ersten Hälfte 2020 gibt. Dazu kam, dass ich bemerkt habe, dass mir fehlt einiges fehlt, um fertig schreiben zu können, ist der Blick in Gerichtsakten, oder aber einem solchen Verfahren beiwohnen, die aber in der Regel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Wer wissen möchte, welcher Art diese sein müssen, der schicke mir eine PN via FB. Ich verspreche absolut Anonymität und Persönlichkeitsrechte nicht zu verletzen.

Ich war mental am Boden, weit unterhalb der Grenze zur Vorhölle, tief im Boden, ich konnte schon die Schritte anderer auf dem Asphalt über mir hören. Ich weiß, wie es ist in der Hölle zu landen, da war ich schon gewesen, das 2019 war die Vorhölle. Die Zeit hat mir geholfen mich wieder rauszuholen.  Problematisch ist an dieser Stelle, dass ich in manchen Lebensbereichen nur schlecht bis gar nicht vertrauen kann. Das ist nicht naturgegeben, sondern aus jahrelanger Erfahrung entstanden. Bei aller Sympathie, vertrauen geht einfach nicht. Es geht nicht und meine Vorsicht gibt mir immer recht. Aber ich werde auch das, trotz mit allem Misstrauen, hinbekommen.

Aber: Ich habe in 2019 Menschen kennen lernen dürfen, die mir heute sehr wichtig sind, die mir Einblicke in ihre Seelen gegeben haben und deren Vertrauen ich nicht enttäuschen werde. Ich rede nicht mit anderen über das, was mir anvertraut wurde, über das, was ich weiß, das steht mir nicht zu. Wir kennen das alle nur zu gut aus der Presse, die das geheimste Geheimnis aller Geheimnisse schlechthin kennen und weil es ein Geheimnis ist, das dann auch veröffentlichen. Wie bescheuert ist das, dann noch von einem Geheimnis zu schreiben? Ist ein Geheimnis noch ein solches, wenn es den Weg zur Presse gefunden hat? Sicher nicht, dennoch wird es als solches bezeichnet. Diese Menschen sind mir wichtig, weil sie unglaubliche Menschen mit unglaublichen Schicksalen sind. Da ist mein Erlebtes geradezu Pillepalle.

Was mich persönlich im Jahr 2019 erschüttert hat, war das Aufdecken des Ringes geiler, lüsterner Männer und Frauen, die sich an Kindern vergriffen und vergangen haben. Die das Schutzbedürfnis, selbst das ihrer eigenen Kinder, verraten und sich an ihnen vergangen, sie misshandelt haben, die Bilder ihres Tuns feilgeboten haben, damit andere sich während dieses Anblicks einen runter holten können. Sie haben ihre eigenen Kinder an genauso lüsterne, fremde Männer und Frauen verliehen, wie sie im Gegenzug deren Kinder missbraucht haben. Sie haben Kinderseelen reihenweise getötet. Sie gehören für den Rest ihres Lebens weggesperrt. Das können sie in ihrem Leben nicht mehr gut machen. Das liegt jenseits meiner Vorstellungskraft, wie man Kinder missbrauchen und misshandeln kann. Ich fordere eine öffentlich zugängliche Datei, in der alle erfasst sind, die das getan haben, aber auch jene, die sich diese Bilder angeschaut haben. Nicht als Instrument der Lynchjustiz, sollen sie doch in der Angst vor Entdeckung leben, das tun ihre Kinder ja auch, sondern als Abschreckung für jene, die so skrupellos sind, für ihre Befriedigung Kinderseelen zu zerstören und jene, die dem Töten dieser Seelen zugeschaut haben. Lebenslang sollten sie darin zu finden sein.

Die Vorschau für das Jahr 2020. Erstmal ist die Tendenz trübe und grau und es geht wohl genauso weiter, wie 2019 geendet hat und einmal mehr fällt mir ein Buchtitel von Johannes Mario Simmel ein: „Mich wundert, dass ich so fröhlich bin“. Mein Bruder mochte von Johannes Mario Simmel das Buch, mehr noch den Film: „Und Jimmy ging zum Regenbogen“. Ich kann mich erinnern, dass er von dem Film total begeistert gewesen war. Was ihn daran fasziniert hat? Das weiß ich nicht mehr, das ist schon zu lange her und fragen kann ich ihn leider nicht mehr.

Das Jahr 2020 beginnt mit dem Aufflammen alter Konflikte. Ich bin mir nicht sicher, was ich von den Geschehnissen im Iran halten soll. Ich weiß es einfach nicht. Aber was ich weiß, ist mein Wunsch nach Frieden überall, damit wir alle gemeinsam das Projekt „Rettet die Erde“ umsetzen können und alle Kraft anstatt in Glaubenskriege dahinein geben.

Ich kann es nicht leiden, wenn im Namen von wem auch immer Menschen getötet werden, das hat noch nie Sinn gemacht und am Ende haben alle verloren, niemand gewonnen. Ich wünsche mir, dass mit den Daten der Bürger sensibler umgegangen wird und nicht ein kleines Winkelgesetz dem Bürger verbietet darüber zu entscheiden, wie mit seinen Daten umgegangen werden darf. Schlussendlich wird der Staat mit dem Handel unserer Daten Geld verdienen und wenn nicht direkt, dann doch indirekt, denn das sagt dieses Gesetz ganz klar aus, dürfen die Daten sinngemäß zur Erforschung zukünftigem Bedarf und Kosten verwendet werden und wenn diese Institutionen dann unsere Daten an die Pharmaunternehmen weitergeben, dann ist das ihre Sache und nicht mehr die des Staates, der dann für unsere Sicherheit nur noch ein Achselzucken übrig hat. Für wie bescheuert halten die uns?

Man kann getrennte Daten immer wieder zusammenführen, wenn man nur die richtige Stelle kennen, woher man dann diese Daten bekommen kann, wen schert das dann noch, das bekommen wir eh nicht mehr mit und für den Staat wird das eine lukrative Einnahmequelle werden und sollte die AfD in unserem Land immer stärker werden, was ich leider nicht ausschließen kann, da die etablierten Parteien gerade alles dafür tun, damit das geschieht, dann können sie fröhlich aussortieren, was ihnen locker in Hand gelegt werden wird. Es ist irrwitzig, es findet gerade ein Ausverkauf unserer sensibelsten Daten statt, wie Hacker, die Sicherheitslücken aufzeigen, gerade bewiesen haben und wenn diese Lücke geschlossen ist, werden sie die nächste Lücke finden, wir bekommen das nur nicht mit, weil das im Hintergrund geschieht.

2020 wird kein leichtes Jahre werden, überhaupt denke ich werden die nächsten Jahre schwierig werden. Die SPD zerlegt sich selbst und wenn ein Kevin Kühnert eine solch ehrwürdige Partei aus dem Hintergrund lenken kann, obwohl er keinen Abschluss und noch nie wirklich gearbeitet hat, dann sagt das über den Zustand dieser Partei mehr aus, als einem lieb sein kann. Wenn eine AKK die CDU durch die Goldenen 20ziger führen will und dabei Ansichten wie aus dem vorletzten Jahrhundert kommend, an den Tag legt und ein Friedrich Merz permanent versucht Aktien zu verkaufen, dann laufen sie davon, die jungen Wähler, wenn eine FDP versucht offene Diskussionen zu geschlossenen zu machen und da Grüne sind, die mehr versprechen, als sie jemals halten können, dann wundert das nicht, dass die AfD so großen Zulauf hat und anstatt sich mit uns, dem Wähler zu beschäftigen, warum wir möglicherweise die AfD wählen könnten, sollten sie sich auf ihre Aufgaben konzentrieren. Ich würde das mal so nennen, einfach ihren Job machen. Nicht mehr und nicht weniger wollen wir Bürger von den Politikern haben. Sie sollen einfach ihren Job machen, Ärmel hochkrempeln und arbeiten, so wie die Bürger das auch tun.

Kommen wir noch auf ein letztes, ärgerliches Thema zurück: GEZ-Gebühren. Die Sendeanstalten, das Wort trifft das auf den Kern, wobei die Betonung auf Anstalten liegt, wollen eine Beitragserhöhung durchsetzen. Warum eigentlich? Warum müssen ARD und ZDF ihre eigenen Korrespondenten in Krisengebiete schicken. Können die nicht einen oder eine gemeinsame Korrespondentin dorthin schicken? Das würde Kosten sparen. Wirklich gute Filme werden ja nicht mehr produziert, die mal wischen all den Wiederholungen gezeigt werden. Wirklich, Wiederholungen, das hängt einem zu Hals heraus. Ständig die gleichen Folgen, nachts morgens die Wiederholung vom Abend, am Nachmittag die Wiederholung von vor drei Jahren, weil die Serie von vorne begonnen hat. Dafür wollen die mehr Geld haben? Ich kann auch nur hoffen, dass keine dieser Serien ins Ausland verkauft werden, aber ich denke ich kann da beruhigt sein, denn wer kauft schon den ewig grauen und tristen Matsch, der da hergestellt wird. Das repräsentiert ein richtig gutes Bild von Deutschland: immer grau, immer trist, immer übellaunig, immer auf hohem Niveau jammernd.

Ich wünsche Euch ein fröhliches Jahr 2020. Feiert bis die Schwarte kracht, bei jeder Gelegenheit. Bleibt gesund, das ist das Wichtigste, bewahrt Euch die Liebe in Euren Herzen und bleibt neugierig auf das, was kommt. Laßt es Euch gut gehen!